Julia Greithanner WIGEV-Diversiätsbeauftragte

Julia Greithanner ist neue Diversitätsbeauftrage im Wiener Gesundheitsverbund

Diversität ist im Wiener Gesundheitsverbund gelebter Alltag: Mehr als 30.000 Mitarbeiter*innen aus über 90 Nationen betreuen tagtäglich Patient*innen mit unterschiedlichsten sozialen, kulturellen und individuellen Hintergründen. Die Vielfalt im Unternehmen ist eine wichtige Grundlage dafür, auch in der Versorgung auf unterschiedliche Lebensrealitäten eingehen zu können.

Um diese Vielfalt im Unternehmen weiter zu stärken und entsprechende Maßnahmen und Strategien zu entwickeln, wurde Julia Greithanner mit März 2026 als Referentin für strategisches Gender- und Diversitätsmanagement im Vorstandsressort Personalentwicklung und Ausbildung bestellt. Im Interview gibt sie Einblicke in ihre Rolle, aktuelle Schwerpunkte und ihre Perspektive auf Diversität im Wiener Gesundheitsverbund.

Frau Greithanner, Sie sind die neue Diversitätsbeauftragte im Wiener Gesundheitsverbund. Können Sie sich kurz vorstellen und erzählen, was Sie an dieser Aufgabe besonders interessiert hat?

Ich habe Soziologie, Zeitgeschichte und Medien studiert und mich als Researcherin intensiv mit Chancengerechtigkeit und Vielfalt beschäftigt. In meiner neuen Rolle im Wiener Gesundheitsverbund kann ich dieses Wissen nun praxisnah einbringen und aktiv mitgestalten. Besonders reizvoll ist für mich, Vielfalt in einer großen Organisation wirksam zu verankern und so einen echten Mehrwert für Mitarbeitende, Patient*innen und die Versorgung zu schaffen.

Was genau umfasst Ihre Rolle als Diversitätsbeauftragte?

Meine Aufgabe ist es die Gender- und Diversitätsstrategie für den Wiener Gesundheitsverbund weiterzuentwickeln und gemeinsam mit vielen Bereichen wirksam umzusetzen. Dabei stehen insbesondere 6 Kerndimensionen im Fokus: Gender, Alter, Herkunft, Behinderung, Religion und sexuelle Orientierung.

Konkret heißt das: Maßnahmen und Projekte initiieren, koordinieren und bis zur Umsetzung begleiten – und gleichzeitig im Blick behalten, welche Wirkung sie entfalten. Ebenso wichtig sind für mich der fachliche Austausch, die Vernetzung nach außen sowie die Beratung von Mitarbeiter*innen rund um Fragen zu Vielfalt und Chancengerechtigkeit.

Sie kommen aus der Forschung. Welche Erfahrungen oder Perspektiven bringen Sie aus diesem Bereich in Ihre neue Rolle mit?

Die Forschung hat mich gelehrt, genau hinzusehen und Zusammenhänge ganzheitlich zu analysieren. Gerade im Bereich Diversität ist es wichtig, nicht nur Einzelaspekte, sondern auch Strukturen und Prozesse mitzudenken.

Mir ist wichtig, dass Maßnahmen nicht nur gut klingen, sondern im Alltag wirklich funktionieren. Deshalb schaue ich genau hin: Was bringt tatsächlich etwas, was nicht und wo muss man eventuell nachschärfen. Außerdem habe ich in der Forschung gelernt, wie viel weiter man kommt, wenn unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen und über Fachgrenzen hinweg zusammengearbeitet wird.

Diversität ist ein großes Wort. Was bedeutet das konkret für unseren Arbeitsalltag im WIGEV?

Diversität bedeutet, unterschiedliche Menschen mit ihren Erfahrungen, Kompetenzen und Bedürfnissen wahrzunehmen und wertzuschätzen. Im Arbeitsalltag zeigt sich das in respektvollem Miteinander, fairen Chancen und Rahmenbedingungen, die verschiedene Lebensrealitäten bestmöglich berücksichtigen.

In einem so großen und vielfältigen Unternehmen wie dem Wiener Gesundheitsverbund ist Diversität gelebte Realität. Wenn wir sie gezielt fördern, stärkt das die Zusammenarbeit, Zufriedenheit, Innovation und letztlich auch die Qualität unserer Leistungen.

Was möchten Sie in Ihrer neuen Funktion gerne anstoßen oder weiterentwickeln?

Mir ist wichtig, Diversität als Querschnittsthema nachhaltig im Unternehmen zu verankern. Sie soll noch stärker als selbstverständlicher Teil unserer Unternehmenskultur gelebt werden. Gleichzeitig möchte ich Räume für Austausch schaffen und praxisnahe Angebote etablieren, damit Vielfalt im Arbeitsalltag konkret erlebbar und wirksam wird.

Worauf freuen Sie sich in den ersten Monaten besonders?

Ich freue mich besonders darauf, noch viele Kolleg*innen kennenzulernen und Einblicke in die unterschiedlichen Bereiche zu gewinnen. Mir ist wichtig zu verstehen, was bereits gut funktioniert und wo es noch Unterstützungsbedarf gibt.

Ebenso freue ich mich auf die Zusammenarbeit mit engagierten Menschen, um gemeinsam eine offene, chancengerechte und zukunftsorientierte Organisationskultur weiterzuentwickeln.

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