Das war der Diversitätsmonat Mai
Der Wiener Gesundheitsverbund ist so vielfältig wie die Stadt, die er versorgt: Über 30.000 Mitarbeiter*innen aus mehr als 90 Nationen arbeiten in mehr als 65 Berufsgruppen gemeinsam für die Gesundheitsversorgung in Wien. Auch die Patient*innen bringen unterschiedliche Lebensrealitäten mit: etwa in Sprache, Herkunft, Alter, Identität oder gesundheitlichen Voraussetzungen.
Im Europäischen Monat der Vielfalt rückte diversitätssensible Versorgung im Wiener Gesundheitsverbund in den Fokus: Beiträge, Einblicke und Podcast-Folgen zeigten, warum es in der Gesundheitsversorgung wichtig ist, unterschiedliche Lebensrealitäten mitzudenken und wie der Wiener Gesundheitsverbund darauf eingeht. Gezeigt wurden unter anderem spezialisierte Angebote:
Klinik Hietzing: Sozialpsychiatrische Station für Menschen mit Behinderung
In Österreich leben rund 1,4 Millionen Menschen mit einer Behinderung. Die Klinik Hietzing bietet hier ein österreichweit einzigartiges Angebot: eine stationäre Sozialpsychiatrie für Menschen mit Behinderung. Sie richtet sich an Personen mit intellektuellen Beeinträchtigungen und zusätzlichen psychischen Erkrankungen.
Ziel ist eine spezialisierte Versorgung für Menschen mit Behinderung, die ihre Bedürfnisse berücksichtigt und Barrieren abbaut.
Klinik Favoriten: Interdisziplinäre Begleitung in der Down-Syndrom-Ambulanz
Die Diagnose eines Down-Syndroms im Zuge einer pränatalen Diagnostik kann für Familien viele Fragen und Unsicherheiten mit sich bringen.
Die Down-Syndrom-Ambulanz an der Klinik Favoriten bietet eine enge, interdisziplinäre Begleitung ab der Diagnose. Teams aus Medizin, Psychologie und Sozialer Arbeit unterstützen Familien langfristig und abgestimmt auf ihre individuellen Bedürfnisse.
Klinik Landstraße: Vielfältige Ernährung im Klinikalltag
Auch Ernährung war Thema im Diversitätsmonat. In der Klinik Landstraße erstellen Diätologie und Küche gemeinsam 30 verschiedene Kostformen, die täglich frisch und individuell für Patient*innen zubereitet werden. Berücksichtigt werden dabei medizinische Anforderungen ebenso wie persönliche Ernährungsweisen, Allergien oder religiöse Essensregeln. Gleichzeitig setzt die Klinik verstärkt auf pflanzenbasierte Gerichte und einen hohen Bio-Anteil von 46 Prozent.
Klinik Ottakring: Migrationsmedizin für Kinder
Etwa 50 Millionen Kinder sind weltweit auf der Flucht oder werden aus ihrer Heimat vertrieben. Die Ambulanz für Migrationsmedizin für Kinder an der Klinik Ottakring ermöglicht als derzeit einzige spezialisierte Einrichtung dieser Art in Österreich eine strukturierte Erstabklärung, schließt Versorgungslücken, etwa bei Impfungen, die in anderen Ländern nicht angeboten werden. Sie unterstützt Familien dabei, sich im für sie neuen Gesundheitssystem zurechtzufinden.
KLINIKKOSMOS im Diversitätsmonat
Begleitet wurde der Diversitätsmonat von mehreren Folgen des Podcasts KLINIKKOSMOS. Themen waren unter anderem:
- Dermatologie für People of Color
- roboterassistierte Eingriffe bei Kindern mit und ohne Beeinträchtigung
- die Down-Syndrom-Ambulanz
- sowie Migrationsmedizin bei Kindern.
Expert*innen aus unterschiedlichen Bereichen gaben dabei Einblicke in ihre tägliche Arbeit und zeigten, wie vielfältig und individuell moderne Gesundheitsversorgung ist.
Gender und Diversität im Wiener Gesundheitsverbund
Neben spezialisierten medizinischen Angeboten wurden auch interne Maßnahmen sichtbar gemacht. Denn Diversitätskompetenz ist im Wiener Gesundheitsverbund täglich gefragt.
Um Mitarbeiter*innen dafür zu stärken, bietet der Wiener Gesundheitsverbund Fort- und Weiterbildungen zu Diversitätsthemen an: Von transkultureller Kompetenz im Pflegealltag über Kommunikation mit Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung bis hin zu Geschlechtervielfalt oder Gendermedizin.



