Klinik Landstraße - Schilddrüsen-Operation mit DaVinci-Roboter

Schilddrüsen-Chirurgie: Neue Roboter-assistierte Operations-Technik an Klinik Landstraße

Höchste Expertise im Wiener Gesundheitsverbund bei Schilddrüsen-Erkrankungen

Am 25. Mai ist Tag der Schilddrüse. In der Klinik Landstraße befindet sich die größte Schilddrüsenambulanz des Landes und Österreichs einziges zertifiziertes Referenzzentrum für Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsenchirurgie. Im Wiener Gesundheitsverbund (WIGEV) gibt es jährlich rund 1.400 Schilddrüsen-Operationen (Teil- und Total-Resektionen), zwei Drittel davon in der Klinik Landstraße.

Die Schilddrüse ist ein lebenswichtiges Organ. Sie produziert Hormone, die den Stoffwechsel, die Energieversorgung, das Wachstum und viele Körperfunktionen steuern. Schilddrüsen-Erkrankungen zählen zu den häufigeren Erkrankungen in Österreich. Schilddrüsen-Erkrankungen werden individuell behandelt, meist mit Medikamenten, Radiojod-Therapie oder Operation.

Rund 850 Schilddrüsen-Operationen führt das Team der Klinik Landstraße jährlich durch. „In der Schilddrüsen-Chirurgie nutzen wir die modernsten robotischen Techniken, um mit höchster Präzision zu operieren und Narben am Hals zu vermeiden. Ganz neu ist die BABA-Technik. Wir bieten unseren Patient*innen höchste Expertise und Innovationen wie Autofluoreszenz-Diagnostik und Neuromonitoring während der Operation“, so Philipp Riss, Vorstand der Chirurgischen Abteilung in der Klinik Landstraße.

BABA-Technik mit OP-Roboter: Erstmalig in Österreich

Herkömmlich wird eine Schilddrüsen-Operation über einen Schnitt am Hals durchgeführt. Zurück bleibt eine mitunter sichtbare Narbe am Hals. „In der Klinik Landstraße bieten wir unseren Patient*innen eine große Bandbreite an minimal-invasiven Operations-Techniken ohne sichtbare Narben am Hals. Erstmalig in Österreich und als eines von 2 Zentren in Europa, kommt in der Klinik Landstraße seit Jänner 2026 die roboter-assistierte BABA-Technik (Bilateraler Axillo-Brust-Ansatz) zum Einsatz. Dabei wird die Schilddrüse durch je zwei winzige Schnitte im Bereich von Achsel und Brustwarze operiert. Unsere Patient*innen erholen sich nach roboter-assistierten Eingriffen schneller als nach herkömmlichen Operationen“, berichtet Philipp Riss von der neuen BABA-Technik, die er in Korea erlernt und nach Wien gebracht hat.

Zur Standard-Ausstattung in der Schilddrüsen-Chirurgie in der Klinik Landstraße zählen Neuromonitoring und Autofluoreszenz-Diagnostik: Während der Operation wird der Stimmbandnerv mit Neuromonitoring stimuliert. So kann das OP-Team die Funktionalität des Stimmbandnervs sicher kontrollieren und Verletzungen vermeiden. Mithilfe der Autofluoreszenz-Diagnostik beleuchtet das OP-Team die Nebenschilddrüsen mit Laserstrahlen. Dadurch werden sie auf dem Monitor deutlich sichtbar, das Verletzungsrisiko während der Operation reduziert sich deutlich.

Wir übernehmen die schwierigen Fälle

Das zertifizierte Referenzzentrum für Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsenchirurgie in der Klinik Landstraße, das einzige in Österreich, arbeitet interdisziplinär. Das ist ein wichtiges Qualitäts-Kriterium. „Im Schilddrüsen-Kompetenz-Zentrum übernehmen wir die schwierigen Fälle. Es gibt beispielsweise Formen von Schilddrüsen-Krebs, der genetisch bedingt ist und vererbt werden kann. In der Klinik Landstraße betreuen wir ganze Familien. Wir bieten Diagnosestellung, genetische Beratung, Früherkennung und wenn nötig, individuell abgestimmte Therapien“, erzählt Philipp Riss. 2025 wurden in den WIGEV-Kliniken 3.217 Personen mit Krebserkrankungen der Schilddrüse stationär und/oder ambulant behandelt.

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